Schulungsplan der Sanitätsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck im Jahre 1901

Aus Rotkreuz Museum Innsbruck
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Der Lehrstoff des Curses besteht aus einem theoretischen Theil (oder Vorlesungen), in welchem der Vortragende alle wichtigsten Gebiete über den Bau des menschlichen Körpers und der Functionen der Organe (der verschiedenen Systeme) unter Vorzeigung einer Reihe von Lehrmitteln, als: Skelette, naturgetreues Modell des menschlichen Körpers, mikroskopischer Präparate u. s. w. in gemeinverständlicher Weise darlegt; aus dem theoretisch-praktischen Theil (16 Stunden), der alle plötzlichen Unglücksfälle, welche dem menschlichen Körper zustoßen können, behandelt, und zwar: Bewusstlosigkeiten, Verwundungen, Verstauchungen, Verrenkungen, Knochenbrüche, Verbrennungen u. s. w. und als dritter Theil (11 Stunden) die praktischen Unterweisungen: Anlegung von Nothverbänden, künstliche Athumung, Transport von Verunglückten u. s. w.

Die Ausbildung im Sanitätswesen, welche sich bereits eine stattliche Zahl von Wehrmännern als Schüler des Herrn Corpsarztes Dr. Kölner angeeignet hat, erstreckt sich jedoch nicht nur auf die erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen, sondern sollen ihn befähigen, überall im Leben plötzlichen Unglücksfällen bis zum Eintreffen ärztlicher Hilfe besonnen und vortheilhaft einzugreifen.

Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, 07.08 Berufsfeuerwehr Innsbruck: FREIWILLIGE FEUERWEHR INNSBRUCK (Hg), XXVII. Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr in Innsbruck für das 44. Vereinsjahr 1901, Innsbruck 1902, 6-7.