Der barmherzige Samariter

Aus Rotkreuz Museum Innsbruck
Wechseln zu: Navigation, Suche

⇨ Zurück zu den Quellentexten!

24 Und siehe, irgendein Schriftgelehrter trat auf, um ihn [Jesus, sc.] auf die Probe zu stellen, indem er sagte: Lehrer, was kann ich tun, um das ewige Leben zu ererben? 26 Er sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest Du dort? 27 Er antwortete ihm, indem er sagte: Du sollst den Herrn, Deinen Gott, aus Deinem ganzen Herzen heraus, mit Deiner ganzen Seele, Deiner ganzen Kraft und Deinem ganzen Denken lieben und Deinen Nächsten wie Dich selbst! 28 Er aber sprach zu ihm: Recht hast Du geantwortet! Tu genau das und Du wirst leben! 29 Er jedoch wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Wer aber ist mein Nächster?
30 Jesus entgegnete ihm: Irgendein Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel Räubern zum Opfer. Und diese zogen ihn aus, verprügelten ihn und ließen ihn halbtot zurück. 31 Zufällig kam nun ein Priester jene Straße herab. Als er ihn sah, wich er ihm auf die andere Straßenseite aus. 32 Ebenso kam ein Levit an diesem Ort vorbei. Auch er wechselte, als er ihn sah, die Straßenseite. 33 Als aber ein Samaritaner auf dem Weg an ihm vorbeikam, hatte er Mitleid. 34 Er ging zu ihm hin und verband seine Wunden, nachdem er sie mit Olivenöl und Wein begossen hatte. Dann ließ er ihn sein eigenes Reittier besteigen, führte ihn zu einem Gasthaus und kümmerte sich um ihn. 35 Am folgenden Tag zog er für den Wirt zwei Denare aus der Tasche und sagte zu ihm: Sorge für ihn! Und wenn Du mehr aufwenden musst, werde ich es Dir, wenn ich zurückkomme, geben!
36 Wer von diesen Dreien, glaubst Du, ist dem, der den Räubern zum Opfer gefallen ist, der Nächste geworden? 37 Und er sagte: Der, der Barmherzigkeit an ihm geübt hat! Und Jesus sprach zu ihm: Geh' und tu' das Gleiche!
Lukas 10, 24-37

Ernst Pavelka