Exponat des Monats 11/2019: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:FOT1995-2 20191118184545 r murauer friedl leitstelle fri wegmayr steltzer spielmann.png|thumb|800px|center|link=https://museum.roteskreuz-innsbruck.at/images/5/53/FOT1995-2_20191118184545_r_murauer_friedl_leitstelle_fri_wegmayr_steltzer_spielmann.png|<sup>''Friederike Murauer'': Die Leitstelle der Freiwilligen Rettung Innsbruck im Jahre 1995. Links im Bild der heutige Geschäftsführer des ''Landesverbandes Tirol des Österreichischen Roten Kreuzes'', ''Thomas Wegmayr''. – Fotografie: 17 x 12,5 cm (B x H). – [[Das Archiv der Freiwilligen Rettung Innsbruck|''Archiv der Freiwilligen Rettung Innsbruck'']].</sup>]] | [[Bild:FOT1995-2 20191118184545 r murauer friedl leitstelle fri wegmayr steltzer spielmann.png|thumb|800px|center|link=https://museum.roteskreuz-innsbruck.at/images/5/53/FOT1995-2_20191118184545_r_murauer_friedl_leitstelle_fri_wegmayr_steltzer_spielmann.png|<sup>''Friederike Murauer'': Die Leitstelle der Freiwilligen Rettung Innsbruck im Jahre 1995. Links im Bild der heutige Geschäftsführer des ''Landesverbandes Tirol des Österreichischen Roten Kreuzes'', ''Thomas Wegmayr''. – Fotografie: 17 x 12,5 cm (B x H). – [[Das Archiv der Freiwilligen Rettung Innsbruck|''Archiv der Freiwilligen Rettung Innsbruck'']].</sup>]] | ||
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Aktuelle Version vom 8. August 2022, 09:53 Uhr
Rettungsleitstelle Innsbruck-Stadt – ein Rückblick in Bildern
Am 2. November 1999, um 20 Uhr, wurde der Betrieb der Rettungsleitzentrale Innsbruck der Freiwilligen Rettung Innsbruck am Standort Innsbruck, Sillufer3, eingestellt und die Disponierung der Fahrzeuge zunächst nur des Roten Kreuzes Innsbruck, später auch der Bezirksstellen Hall in Tirol, Wattens, Innsbruck-Land, Telfs sowie ab 2002 auch Kufstein durch die Bereichsleitstelle Tirol-Mitte in der Eduard-Bodem-Gasse 2 übernommen. Mit dem Ende der hauseigenen Leitstelle des Roten Kreuzes Innsbruck endete vor zwanzig Jahren eine Ära, welche vor 90 Jahren mit der Installation des ersten Telefonanschlusses in der Rettungsstation der Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck im Rathaus ihren Anfang genommen hatte. Mit der als überörtliche Leitstelle konzipierten Bereichsleitstelle Tirol-Mitte begann eine neue Entwicklung, die mit dem Ende der Tiroler Bezirksleitstellen ab Beginn des Rettungsdienstes Tirol im Juli 2011 und in der zentralen Disponierung des Rettungs- und Krankentransportdienstes für das ganze Bundesland durch die Leitstelle Tirol ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat.
Im Folgenden ein Rückblick in Bildern auf die hauseigenen „Leitstellen“ des Roten Kreuzes Innsbruck:

Bereits bei Aufnahme des öffentlichen Rettungsdienstes durch die Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck am 1. Oktober 1907 standen bis Ende des Jahres 1907 105 Verständigungen der Rettungsabteilung durch den Telefonanschluss der Feuerwehr unter der Rufnummer 359 nur 26 Alarmierungen durch die Polizei, 20 durch andere Personen, 35 durch Patienten selbst und 11 durch Telegraph gegenüber. Im Zusammenhang mit neuen Räumlichkeiten, die der Rettungsabteilung im Rathaus, in dem sie von Anfang an ihre Station gehabt hatte, von der Stadt zur Verfügung gestellt wurden, erhielt diese im Jahre 1909 auch ihren ersten Telefonanschluss mit der Rufnummer 300. Die Aufnahme zeigt links im Bild diesen ersten Telefonanschluss. In technischer Hinsicht könnte man die Installation dieses Telefonanschlusses als ersten Schritt in Richtung einer Leitstelle betrachten: Für die Anforderung des Rettungsdienstes stand mit dem Fernsprecher bereits ein technisches Hilfsmittel zur Verfügung, wenn auch die Disponierung des Pferdegespannes und die Transportdokumentation noch „händisch“ erfolgt sein dürfte.

Im Oktober 1956 erwarb die Freiwillige Rettungsgesellschaft Innsbruck ihre erste Sprechfunkanlage. Damit konnte erstmals in der Geschichte der Freiwilligen Rettung Innsbruck ein auf Fahrt befindlicher Rettungswagen für einen Folgeeinsatz alarmiert werden. Es handelte sich um ein System der der britischen Firma Pye Telecommunications Ltd.. Angekauft wurden eine Fixstation vom Typ PTC723N, eine Mobilstation (für den Fahrzeugeinbau) vom Typ PTC114/5, zwei Fahrzeugfunkgeräte vom Typ „Reporter“ PTC116/7 sowie ein Handfunkgerät vom Typ PTC122. Die oben abgebildete Fixstation wurde einfach in der Kanzlei aufgestellt, wo damals noch unter der Notrufnummer 44 44 auch die Anrufe eingingen und die Transportdokumentation und -verrechnung erfolgte, sodass man von jetzt an wohl von einer „Leitstelle“ im Vollsinn sprechen kann.

In den Jahren 1968-1970 hatte die Freiwillige Rettungsgesellschaft Innsbruck neben dem ehemaligen Tivoli-Sportplatz am Sillufer ihre zweite Wache errichtet. In einen Raum im Erdgeschoss, direkt neben dem Haupteingang, wurde erstmals eine moderne Leitstelle eingeplant.

1980 übersiedelte die Leitstelle in den ersten Stock und wurde durch eine Rettungsleitzentrale nach Münchner Vorbild ersetzt. Die Münchener Leitstelle galt damals als die modernste in Europa. Die Technik wurde von der Firma AEG Telefunken bereitgestellt. Sie bestand aus drei gleichberechtigten Bedientischen, die unabhängig voneinander, aber auch untereinander korrespondierend betrieben werden konnten. An jedem von ihnen liefen 22 Telefonleitungen und 10 Funkkanäle auf. Damit waren außer den Leitungen für die Notrufannahme Direktverbindungen zu anderen Einsatzorganisationen, Behörden, der Innsbrucker Klinik, den Landesrettungsfrequenzen Salzburg und Vorarlberg etc. möglich. Komplettiert wurde die Anlage durch technische Zusatzeinrichtungen wie einer Funkkreiszusammenschaltung, Weiterleitung von Telefonaten an Funkgeräte, Fangvorrichtung zur Ermittlung von Falschanrufern, Tonbandaufzeichnung für Telefon und Funk etc.





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Ernst Pavelka, 18.11.2019.